17.4.2021:

Irgendwie mag die Kälte des Winters noch nicht recht weichen. Immer wieder friert es in der Nacht noch und die Vegetation hat gefühlt etwa drei Wochen Verspätung im Vergleich zum letzten Jahr. Wenn aber die Sonne zwischendrin mal durchkommt, sind die weiblichen Gehörnten Mauerbiene mit dem Nestbau beschäftigt und abends kommen bei etwas wärmeren Temperaturen die Erdkröten zum Laichgewässer. 

Auf der Blumenwiese habe ich noch einige Maiglöckchen eingebuddelt und sowohl einen Rittersporn wie auch Sonnenhut gepflanzt. Dort habe ich auch Pflanzen eingesetzt, die zuvor auf dem Balkon geblüht haben. Darunter sind Traubenhyazinthen, Winterlinge, Osterglocken und Hyazinthen. Um auf dem Balkon wieder Platz zu schaffen, können diese Zwiebeln auf der Blumenwiese bis zum nächsten Frühjahr ruhen und dann dort die Anzahl der Frühblüher erhöhen. So kann ich diesen Pflanzen ein neues Zuhause geben. Vorsicht ist bei diesem Vorgehen allerdings bei potentiell invasien Arten geboten. Meine Korkadenblume, die die Bienen und Hummeln wie magnetisch anzieht, bleibt daher z.B. auf den Balkon begrenzt.

An vielen Stellen, habe ich das Gefühl, warten die Pflanzen des späten Frühjahrs nur auf ein Signal, dass es endlich soweit ist, um dann in Blüten zu explodieren. Im Vergleich zur Vorwoche lässt sich zumindest mehr Grün erkennen (s. Bild). Viele Pflanzen vom letzten Jahr lassen sich nun schon an ihren Blättern erkennen: Rainfarnblättriges Büschelschön, Echtes Barbarakraut, Rote Spornblume, Wiesen-Klee, Weiße Lichtnelke, Wilde Malve.

Von einer anderen Insektenwiese, die der BUND OV Bad Homburg anlegt und pflegt, habe ich außerdem zwei Nachtkerzen mitnehmen können und etwas Rote Taubnessel. Mal sehen, ob die anwachsen und zur Artenvielfalt beitragen. Zu dem Projekt des BUND demnächst mehr im Artikel "Aktionen zum Insektenschutz".