12.7.2020:

Obwohl es am Mittwoch geregnet hat, ist die Erde wieder völlig ausgetrocknet. Der Boden hat scheinbar kaum Möglichkeiten, das Wasser, welches er durch Regenfälle bekommt, aufzunehmen und zu speichern, da nach etwa einem Tag die Pflanzen großflächig wieder die Blätter hängen lassen. Besonders deutlich wird das an den Blättern der drei Sonnenblumen. Die inzwischen bis zu zwei Meter hohe Vegetation benötigt eigentlich deutlich mehr Wasser als sie zur Zeit bekommt. Auch wenn ich alle paar Tage mehrere Gießkannen auf der Fläche verteile, ist es doch im wahrsten Sinne des Wortes ein Tropfen auf den heißen Stein und auch in die Insektentränke kann ich das Wasser gar nicht schnell genug nachfüllen. Dabei sind die Tagestemperaturen zurzeit gar nicht so hoch... Auf den Stellen, an denen sich im Frühjahr z.B. das Wald-Vergissmeinnicht ausbreitete und das inzwischen abgestorben ist, breitet sich mehr und mehr kahler Boden aus. In diesen Bereichen verteile ich zwar das Saatgut, dass z.B. vom abgereiften Raps stammt, aber zur Zeit gefallen mir diese "desertifizierten" Stellen immer weniger. Umso mehr freue ich mich daher über blühende, neue Arten wie über die Nesselblättrige Glockenblume, die ich gestern gefunden habe. Vom Weg aus ist sie nicht zu sehen, aber ein Foto finden Sie hier, zusammen mit anderen aktuellen Bildern. Darunter ist auch wieder eine neue Weichwanzenart (Orthops kalmii) sowie die Wilde Karde, die nun blüht.