Himmelblauer Bläuling (Lysandra bellargus)

Himmelblauer Bläuling, Lysandra bellargus

Der Himmelblaue Bläuling gehört zur Familie der Bläulinge (Lycaenidae). Diese Familie gehört zur Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera).

Flugzeit: Mitte Mai bis Juni, Ende Juli bis Mitte September

Flügelspannweite: 27 - 32 mm

Der Himmelblaue Bläuling ist derzeit vornehmlich im Süden Deutschlands verbreitet. Durch die Klimaerwärmung breiten sich die Vorkommen jedoch weiter nach Norden aus. Bedroht wird der Bestand insbesondere durch den Verlust von Lebensräumen. Die Erhaltung von Standorten mit Gewöhnlichem Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) und Mahd nicht vor September sind für den Erhalt der Art wichtig. Himmelblaue Bläulinge sind – wie zahlreiche andere Bläulinge z.B. der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris nausithous)– eng mit Ameisen assoziiert und die Raupen verpuppen sich gelegentlich auch in deren Nestern. Im Jahr werden zwei Generationen gebildet. Sie leben vor allem in trockenen, warmen Lebensräumen mit kalkhaltigen Böden. Die Raupen fressen v.a. Gewöhnlichem Hufeisenklee (Hippocrepis comosa), seltener an Bunter Kronwicke (Securigera varia) oder Gemeinem Hornklee (Lotus corniculatus). Die Falter sind häufig an feuchten Bodenstellen bei der Aufnahme von Flüssigkeit zu beobachten. 

Vom häufigeren Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) lässt sich die Art durch schwarze Striche im weißen Fransensaum unterscheiden. Zudem fehlt der Art ein schwarzer Fleck Fleck in der dreieckigen weißen Fläche auf der Hinterflügelunterseite. 

Die Weibchen weisen eine dunkle Oberseite mit angedeuteten orangenen Flecken auf (Foto unten), wogegen die Oberseite der Männchen kräftig blau gefärbt ist (Foto oben).

Himmelblauer Bläuling, Lysandra bellargus

Weibchen

Himmelblauer Bläuling, Lysandra bellargus

Unterseite

Die Bilder wurden aufgenommen im Kaiserstuhl (17.5. bzw. 22.5.2026).

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